Musik : Slash - Die Autobiografie

Slash - Die Autobiografie

EUR 20,00


Nur der Ordnung halber... - Ich bin der hier viel geschmähte Übersetzer des Slash. Ich kann s euch nicht verdenken. Aber das, was da gedruckt wurde, hat mit dem, was ich abgeliefert habe, nichts mehr zu tun. Für die Laien: 1) Der Übersetzer verpflichtet sich vertraglich zur Ablieferung eines fehlerfreien Manuskripts. 2) Kein Verlag druckt besagtes Manuskript unbesehen bzw. unverändert. (Da stehen doch gleich drei Lektoren drin!) Ich habe nach Ablieferung des Manuskripts nichts mehr vom Verlag gehört. Meine Reaktion auf das fertige Produkt habe ich dem Verantwortlich beim Verlag mitgeteilt. Ich zitierte aus der Antwort darauf: Sehr geehrter Herr Schmid, dass Sie mit dem Lektorat Ihrer Übersetzung nicht einverstanden sind, tut mir sehr leid. ... Allerdings scheint mir unsere Auffassung über die Leistung des Lektorats im Besonderen wie im Allgemeinen doch sehr voneinander abzuweichen.Nun, auf welche Kappe geht diese Leistung wohl? Diese Antwort stammt übrigens von der derselben Person, die hier als Marten (in Erfüllung der Tatbestände üble Nachrede und Rufschädigung) in einer gefakten Rezension mir sein Versagen unterzuschieben versucht & die Leser anwinselt, seinen Mist doch trotzdem zu kaufen. Derselben Person übrigens auch, die -- wie ich von einem der drei genannten Lektoren erfahren habe -- das Buch (nicht meine Übersetzung) als Schmutz bezeichnet hat. Wer die Details dieser leidigen Geschichte wissen möchte, lese sie in meinem Blog auf slangtimes nach. Wer das Buch lieber auf Englisch lesen möchte, dem gebe ich in meinem Forum auf slangtimes gerne Hilfestellung.

Inhalt top, Form Flop - Keine Frage, Slashs Autobiografie ist inhaltlich interessant genug um sie trotz der wirklich erbärmlichen Arbeit des Verlags zu lesen. Einen großen Teil widmet der Autor natürlich Guns N Roses, insbesondere der Zeit der Entstehung von Appetite for Destruction. Wer The Dirt von Mötley Crüe gelesen hat, den werden Slashs Drogen- und Sexbekenntnisse zwar nicht unbedingt in Staunen versetzen, auch wenn es bei Guns N Roses wohl etwas rauer und dreckiger zugegangen ist, nett zu lesen ist es allemal. Übrigens: an The Dirt kommt das Buch nicht heran. Es ist weniger schön aufgemacht und weniger liebevoll, vor allem aber mit weniger Selbstironie geschrieben. Trotzdem - die besondere Faszination, die von Guns N Roses ausging und ausgeht wird durch die Darstellung (wieder) lebendig. Für Alt-Fans ist es durchaus witzig, an all die kleinen Geschichten und Mythen, die man vor 20 Jahren Tage lang heiß diskutiert hat, erinnert zu werden und sie auch noch aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erfahren. Videos, Bilder, Poster, ja sogar Songs (vor allem Rocket Queen...) sieht man plötzlich aus ganz anderer Perspektive, mit weniger Perfektion als es damals schien und trotzdem nicht weniger faszinierend.Was zumindest mich an Slashs Darstellungen ein wenig stört ist sein Bestreben, sich als Kumpel, als Typ von Nebenan mit sympathischen Fehlern darzustellen und damit manch üble Geschichte zu bagatellisieren. Was den Leser allerdings am meisten interessiert sind die Umstände der Trennung der Band. Ohne mich an dem forenfüllenden Streit Velvet Revolver vs. Guns N Roses beteiligen zu wollen - es ist schon verwunderlich, wie Slash im Wesentlichen Axl Rose die Schuld an der Trennung gibt, und als vornhemlichen Grund dessen Unpünktlichkeit bei Konzerten nennt, wenn mit Ausnahme des Sängers der Rest der Band ständig bis oben hin abgefüllt mit Drogen aller Art war (was wohl Rose schließlich zum Schnitt veranlasste) - und das auf dem Niveau der berühmtesten Band der Welt mit Millionenverpflichtungen. Um so fragwürdiger wird dieser Aspekt des Buches wenn man sich den weiteren Verlauf betrachtet: Slashs Geschichte endet im Jahr 2007, wobei er die Einheit seiner neuen Band Velvet Revolver beschwört. Im März 2008 hat sich Velver Revolver von Sänger Scott Weiland getrennt. Grund: Drogen. Ähm. Ja. Und fast schon peinlich ist Slashs ständiger Versuch, der angeblichen Hassliebe zu Axl Rose Ausdruck zu verleihen mit Statements wie was fällt euch ein, axl zu Axl kritisieren. Das darf nur ich.Eine Wirkung, die vom Autor so sicher nicht beabsichtigt ist: wirklich interessant wird das Buch dann, wenn Slash über Axl Rose schreibt. Bei einer Autobiografie ist das fast schon tragisch.In jedem Fall dürfte das Buch das Beste sein, was es über Guns N Roses zu lesen gibt und der Wahrheit bisher ganz bestimmt am nächsten kommt. (Nur) einen Punkt Abzug wegen des Versagens des Verlages. P.S.: angeblich schreibt Axl Rose auch eine Autobiografie - der Vergleich dürfte interessant werden.

Tolle Story, aber eine Frechheit vom Verlag - Der Inhalt erfüllt alle Erwartungen - sämtliche Klischees über die bösen Rockstars werden übertroffen, man ist dauerhaft dabei sich ungläubig zu wundern und dabei schockiert zu schmunzeln.Ob das Erzählte nur aus Fakten besteht kann nur einer wissen - Slash himself. Ich bin mir aber sicher, dass er wirklich glaubt was er da hart und amüsant von sich gibt.Man kann wohl darüber diskutieren, ob er seine Heroinsucht unbedingt so locker und handelbar darstellen muss, auf der anderen Seite macht ihn das wieder authentisch.Mich hat die Story total gefesselt!!!Eine absolute Frechheit ist jedoch das Buch an sich. Man sollte sich als Verlag jemanden leisten der die Bücher mal vorab liest!Ich habe noch niemals so viele Fehler und doppelte, zusammengebaute, vergessene und verirrte Wörter in einem Text erlebt wie hier. Tipp: Halbe Sätze am Anfang eines Abschnittes werden am Ende des Abschnitts benötigt.Das Buch ist offenbar auch nur zum einmaligen Lesen bestimmt. Ich bin mir sicher dass es sich beim zweiten Mal in seine Bestandteile zerlegt. Eindeutig überteuert, man sollte aufs Taschenbuch warten.Fazit: Die Story eines Lebens voller Leidenschaft, vom Verlag völlig lieblos behandelt.

Eine andere Welt - Ich muss sagen, dass diese Biographie wirklich der Hammer ist. Für mich ist das Leben in L.A. wie eine andere Welt in die Slash hier tiefe Einblicke gibt. Manche Sachen klingen so verrückt, dass man kaum glaubt, dass sie war sind, aber warum sollte er lügen . Die Abschnitte aus seinem Leben sind gut gewählt, das macht das Buch interessant und sorgt dafür das keine Langeweile aufkommt.Man sollte aber ein klein wenig Guns N Roses Wissen haben und sich ein wenig im Rock auskennen, sonst gibt es viele Stellen an denen man nichts versteht.Denn Abzug gibts für Übersetzer und die Rechtschreibfehler. However jedesmal mit der Lexikonstandardübersetzung wie auch immer zu übersetzen wirkt schon ein wenig amateurhaft.Aber das ist kein Grund sich dieses tolle Buch nicht zu kaufen.

Rock n` Roll auch bei der deutschen Übersetzung - Das Buch hat riesigen Spaß gemacht und gibt einen spannenden undkurzweiligen Einblick in die Zeiten vor, während und nach den Guns.Das Buch wirkt offen und ehrlich, einzelne Gischichten nie übertrieben oder unglaubwürdig und der Schreibstil kommt frisch und flüssig daher.Dies macht das Werk zu einer wirklich sehr, sehr guten Rockerbiografie.Einzig der sehr freundliche Umgang mit Herrn Rose, der nach SlashsAusführungen eine schriftliche Abstrafung sicher voll verdient hätte,wirkt etwas zu diplomaisch und teilweise nachkorriegiert.Man hat oft das Gefühl, die Biografie darf einen laufenden Gerichtsprozessnicht im Wege stehen, oder es soll damit kein entgültiger Keil zwischendem Leadsänger und dem Rest der ursprünglichen Band getrieben werden.Aber das ist der einzige Beigeschmack zu einer echt tollen Biografie.Jedoch, was haben sich die deutschen Übersetzer bei dem Ganzen gedacht ?Rechtschreibfehler über Rechtschrebfehler. Am Ende dachte ich schon fast,dass das im Zeichen des Rock n Roll gewollt sein muss, da ich mir nichtvorstellen konnte, dass wirklich ein Buch mit derart vielen Fehlern in den Handel kommen kann.Ich dachte immer, dass Übersetzungen Korrektur gelesen werden -- da habeich mich wohl getäuscht. Im Grunde ist es eine Frechheit gegenüber den Autoren und der guten Leistung dieser Beiden.Trotzdem ...... lesen !!!




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