
Mutiges Buch! Respekt, Mister Clapton! - Genauso ehrlich wie seine Musik ist seine Biografie. Was der Mann alles erlebte, reicht eigentlich für mindestens drei Leben aus. Alkohol- und Heroinsucht, Familientragödien (Conor). Aber auch beachtliche Auszeichnungen (Commander of the British Empire, dreifaches Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame, mehrfacher Grammy-Gewinner usw.), Gründungsmitglied so bekannter Gruppen wie Cream, Blind Faith oder John Lennons Plastic Ono Band. Seine herausragendste Lebensleistung neben seiner genialen Musik ist sicherlich sein soziales Engagement. Steckt er doch sehr viel seines sauer verdienten Geldes in das Crossroads-Projekt in Antigua. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der an der ungefilterten Lebensgeschichte des größten Rock- und Blues-Gittaristen unserer Zeit interessiert ist.
Beeindruckende Lebensgeschichte eines begnadeten Musikers - Eric Clapton ist nicht nur ein begnadeter Musiker und Gitarrist, sondern eine Legende. Er gilt als einer der besten Gitarristen der Welt, wenn nicht der beste überhaupt. Seit Mitte der 60er Jahre ist Eric Clapton, der aus einfachen Verhältnissen entstammt, einer der ganz Großen in der Musik, der aber bislang eher für seine Verschlossenheit bekannt war.In seiner Biografie »My Life« gewährt Eric Clapton zum ersten Mal Einblick in sein Privatleben. Er hält dabei Rückschau auf sein bewegtes Leben als Gitarrenheros, das schon Mitte der 60er Jahre begann und als Privatmensch. Bewegendes zu erzählen hat Clapton dabei genug, denn er hat selber Musikgeschichte geschrieben.Mit seinen Bands »The Yardbirds«, »Bluesbreakers« und »Cream« schrieb Eric Clapton in den 60er Jahren Musikgeschichte. Schon bevor er 1966 mit Jack Bruce und Ginger Baker das Trio »Cream« gründete, schrieben seine Fans auf Londoner Häuserwände »Clapton is God«. Er spielte als Gastmusiker u.a. mit den Beatles, den Rolling Stones und George Harrison, in dessen Ehefrau, Patti Boyd, er sich unsterblich verliebt. »Layla«, Claptons berühmte Ballade, ist ihr gewidmet. Mehrere Jahre wirbt er um sie, auch mit harten Mitteln (»Ich nehme eine Überdosis Heroin, wenn du George nicht für mich verlässt«). 1977 heiraten die beiden endlich, doch die Ehe steht unter keinem glücklichen Stern. Endlich runter vom Heroin, verfällt Clapton dem Alkohol, einer Sucht, die ihm mehrmals fast das Leben kostet.Mitte der Achtziger scheint ihm ein Neuanfang zu glücken, als er, nach jahrelangen Abstürzen und Entzugsversuchen endlich clean, mit Lori del Santo einen Sohn bekommt. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer: Als Vierjähriger stürzt Conor aus dem Fenster eines Manhattaner Hochhauses. Clapton verarbeitet den tragischen Tod seines Sohnes in »Tears in Heaven«, einem seiner bekanntesten Stücke. In den letzten Jahren arbeitet Clapton als Solokünstler mit Musikern wie Carlos Santana, B.B. King oder J.J. Cale zusammen, tourt mit seiner Band um die Welt - und ist unbestritten: die Nummer 1 unter den Gitarristen. Später präsentierte er sich als gereifter Musiker, der seine Virtuosität in den Dienst einfacher Blues- und Folk-Rock-Stücke stellte. Als gereifte Person präsentiert Eric Clapton auch seine Biographie.Mit trockenem Humor und großer Aufrichtigkeit erzählt Eric Clapton von den Höhen und Tiefen seines Lebens, von seinem Aufwachsen bei den Großeltern im armseligen Nachkriegs-Surrey bis heute. Eine beeindruckende Lebensgeschichte eines begnadeten Musikers.
schade - Ich hatte dieses Buch meinem Mann geschenkt und da es nun mal im Haus ist auch gelesen.Obwohl ich gerne gute Musik höre, egal welcher Coleur, bin ich in dieser Musikszene nicht wirklich zuhause. Ich erhoffte mir von diesem Buch einen Einlick und Informationen über das damalige Zeitgeschehen, den Lifestyle und die Welt der Musik. Ebenso wollte ich etwas über EC, seine Motivationen zu Songs und seinem Leben erfahren.Über den Menschen erfährt man reichlich wenig, es ist eine langweilige Aneinanderreihung von Fakten und Begegnungen. Treffen mit anderen Musikern werden kurz angerissen, eine Beschreibung der Situation...ich traf XY, spielte mit ihm zwei songs ein und schon war er wieder weg.... Keine Reflexion, keine Emotion, gerade so als kaufe er einen Liter Milch.wer sich in der Musikszenen nicht gut auskennt, dem werden Namen um die Ohren geknallt, mit denen er wenig anfangen kann und sie bleiben auch einfach nur Namen, weil kein Bezug hergestellt wird.Der Schreibstil ist nicht gfällig. Beim Lesen denkt man unwillkürlich: also, wenn so wenig zum schreiben gehört und eine Autobiografie so wenig mit Leben erfüllt ist, oberflächlich, dann kann ich das auch. Schicksalsschläge und Traumata hat jeder von uns erlebt und zu verarbeiten.Am Ende habe ich mir die Frage gestellt, warum er eigentlich da Buch geschrieben hat. Es ist schonungslos und offen, doch gibt er nicht wirklich etwas von sich preis.
Wirklich sehr interessant - Natürlich kann man von einem Musiker - einem der genialsten überhaupt - nicht unbedingt ein literarisch hochklassiges Werk erwarten. Aber das Buch ist mit dem Herzen geschrieben und sehr authentisch. Ich kenne die Musik von EC sehr gut, habe sämtliche CDs und war auf mehreren Konzerten. Aber erst nach dem Lesen dieses Buches habe ich einige seiner musikalischen Werke wirklich verstanden und einordnen können. Unklar bleibt mir aber, wie er in seiner Drogen- und Alkohol-Phase immer noch in der Lage war, so genial Gitarre zu spielen und doch sehr gute Musik abzuliefern. Dass er es geschafft hat, seine Sucht zu erkennen und sich Hilfe zu suchen und davon loszukommen und seit 20 Jahren grundsolide lebt, kann man ihm hoch anrechnen. Andererseits wäre er wohl auch schon tot. Man kann nur hoffen und wünschen, dass er seine Ankündigungen nach jeder Tour, aufhören zu wollen, niemals in die Tat umsetzt. Empfehlen kann man dieses Buch den Fans die sich für die Hintergründe der Musik interessieren. Aber es ist auch interssant für die, welche Interesse für nicht geradlinige Lebenswege haben.
EC was here? - Marghitta & Jürgen Wieloch zu Eric Clapton s Mein Leben :Ein bekanntes Sprichwort lautet:Schuster,bleib bei deinen Leisten!.Soviel Wahrheit in jener Plattitüde liegt,so wenig wird sie von vielen Protagonisten des Show-Biz heute beachtet. Nicht jeder,der zum Star oder gar Superstar medial hoch stilisiert wird,zeigt denn auch die Einsicht,die Fähigkeit und die menschliche Größe,wenn er alsbald eingestehen muss,dass aller Ruhm vergänglich ist.Seit mehr als zwei Dekaden hält nun die Geschmacksautomation mit Ein-Weg-Frust und Wegwerf-Garantie den überwiegenden Teil des Pop-Genre im Klammergriff ,wodurch die Anzahl der marketingmäßigen Langzeittypen auf ein recht überschaubares Maß geschrumpft ist. EC gehört zu dieser Spezies - zumindest musikalisch. So hat er denn allen Grund, nach über 4 1/2 Jahrzehnten des Lebens auf der Sonnenseite desselbigen, auch über sein eigenes zu berichten. Die Nachwelt wird es ihm vielleicht eines Tages danken? Irrtum! Wer die biographische Abhandlung gelesen hat, der kommt nicht darum herum,seine Fassungslosigkeit über derartig viel Ignoranz zu bekunden. Aufgewachsen in - durchaus problematischen familiären und sozialen Verhältnissen - erhält er sehr schnell - dank seines überragenden Talents, die Gitarren zu bedienen - eine Unzahl von Chancen, seinem Leben einen nachhaltigen Sinn zu geben.Statt diese Geschenke anzunehmen,verschwendet er viele Jahre durch Ausleben der drei Todsünden eines Musikers: Sex,Drugs, Rock & Roll. Neben der gesamten Palette an Rausch - und Betäubungsmitteln,verschleisst er eine Brigade an Frauen und genau so viele Berufskollegen. Er versagt,wenn von ihm leader ship erwartet wird,er flüchtet in den Rausch,wenn die hochgeschraubten Erwartungen der Öffentlichkeit ihn lähmen. Ein Versager? Menschlich betrachtet durchaus,musikalisch gesehen keineswegs. EC besitzt das Quantum Genialität,die Gitarre als Lebensretter zu erkennen,in dem er sie permanent genial spielt.Das dürfte der Leser seines Traktats als Positivum bilanzierend feststellen.Wer mehr erwartet hat,bekommt von ihm nur ein leeres Blatt geliefert. Keinerlei Ansätze zu einer kritischen (Selbst)-Reflexion,keine Worte des Bedauerns und des Dankes,dass ihm der bei Zeiten verliehene, Gott ähnliche, Status oft aus mehr als nur prekären Situationen gerettet hat. Seine prä-pubertäre und post adoleszente Phase dauert denn bis zum Ende der 90iger. Dann endlich erkennt er,dass er sich reif genug fühlt, um im großväterlichen Alter mit einer Frau,die seine Tochter sein könnte, eine richtige Familie zu gründen. Na endlich,muss der Leser laut aufstöhnend resümieren - er hat s geschafft. Eric Patrick Clapp ist zu den Wurzeln seines Lebens zurückgekehrt und gibt hoffentlicht jene,dem Menschen längst abhanden gekommene Ureigenschaft an seine Kinder weiter: menschliche Nähe und Liebe!So darf der altersmilde lächelnde Multi-Millionär denn auch ruhig die - wenn auch unzutreffende - Quintessenz formulieren,dass Musik nur dann weiter lebt,wenn sie sich von - vorallem politschen - Einflüssen befreit. Wohl an, Eric, du apolitisch Geadelter,zeige es deinen Rezipienten,wie dieses umzusetzen ist!Aber dann bitte in einer weniger von grammatikalischen Unzulänglichkeiten veröffentlichten Übersetzung des zweiten Teils deiner Biographie mit dem eventuell in Betracht kommenden Titel: My music,my mistakes,my millions!. Dem desillusionierten Musikfreund bleibt indes die erhellende Erkenntnis,dass der der Biographie zugrunde liegenden Gesamtvorsatz pecunia non olet ,so mancher Geistesgröße aus der austauschbaren Fraktion der Berufskünstler, die nieder schmetternde Realität des quod licet, non licet bovi auf die Stirn gebrannt wurde, als er sich auf einem fremden Terrain versucht hat. Zumindest bei EC s desaströsem Versuch bleibt ein Schade?