
Ein Buch, das wegen seinem Tod viel zu früh enden muss - Ich finde diese Biographie sehr gut. Man bekommt einen guten Einblick, in das Leben und Wirken von Heath.Seine Filme und die Personen, mit denen er arbeitete werden alle benannt und beschrieben. Was ich auch sehr schön fand, dass stets viele von Heaths Aussagen zitiert werden, die mich teilweise sehr gerührt haben.Die meisten Fotos allerdings waren mir schon bekannt, weil sie vor allem aus Filmszenen und seinen Auftritten auf roten Teppichen genommen wurden.Das Buch ist durchaus interessant zu lesen, habe es in zwei Nächten verschlungen und stets neues erfahren.Für mich persönlich war es schokierend zu merken, dass das Buch langsam zu Ende geht, und ich somit wusste, sein Tod rückt näher, wo Heath doch erst dabei war, sich selbst zu finden und für ihn interessante Projekte zu verwirklichen.Trotz all diesen Information über Heath, sein Umfeld und sein Denken, bleibt sein Tod letztendlich immernoch ein unverständliches Rätsel, auf das wohl nie jemand eine Antwort finden wird.
Eine gelungene Biographie - Brian J. Robb zeichnet auf 243 Seite das 28jährige Leben des australischen Schauspielers nach, dessen Durchbruch 1999 mit Zehn Dinge, die ich an dir hasse kam, und der vorher der TV-Serien-Gemeinde schon mit der charismatischen Hauptrolle in dem Xena-Klon Conor, der Kelte - der eigentlich Serienname war mit Roar! vielleicht sogar noch ein bisschen trashiger - aufgefallen war. Knapp zehn Jahre war die Schaffenszeit des Heath Ledger, und sie reichte für einige denkwürdige Darstellungen und ein paar totale Flops.Robb unterteilt sein Buch in sieben Kapitel, die jeweils einem Abschnitt in Ledgers Leben entsprechen. So beginnt es mit Starting Out, dem Kapitel über seine Zeit vor der Filmkarriere bis zu den ersten Produktionen in Australien. Hollywood Calls beschreibt dann die ersten Schritte in Amerika, den durchbruch mit 10 Dinge ... und Der Patriot - und die darauf folgende Pause, die Ledger in Kauf nahm, um nicht zehn weitere Teeniekomödien drehen zu müssen.Golden Years ist nicht nur ein Musiktitel, der im Kultritterfilm Ritter aus Leidenschaft (A Knight s Tale) die mittelalterlichen Komparsen in Tanzekstase bringt, sondern auch der Name des nächsten Kapitels. Hier geht es natürlich um eben jenen Ritterfilm, in dem Heath Ledger nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch noch neben so tollen Kollegen wie Paul Bettany nicht verblasste. Hier gibt es aber auch die ersten großen Zweifel, die Ledger an sich selbst hatte, weil er in den Mittelpunkt der Werbung gerückt wurde.Und so geht es weiter durch die Zeiten, jeder Film, den Ledger spielte, wird verzeichnet, mit Entstehungsgeschichte und vielen kleinen Anekdoten. Meist bleibt es dabei bei der offiziellen Geschichtsschreibung, wenn Robb im letzten Kapitel die Gerüchte um Drogenkonsum und Skandälchen erwähnt, so sind diese für die Leser neu, denn sie kommen vorher nicht vor. Nur den immer mal wieder aufkommenden Krieg zwischen Ledger und den Paparazzi verschweigt er nie - auch das oft unsichere Auftreten Heath Ledgers im Umgang mit der Presse, mit Fotografen, die natürlich um so lieber fotografierten, wenn er seinen Zorn zeigte.Neben dem Text gibt es natürlich auch eine Menge SW-Fotos aus den verschiedenen Epochen, viele in Rollen, in Maske und Kostüm - Ledger hatte offenbar große Freude an Kostümfilmen, denn mit Ritter aus Leidenschaft, Four Feathers, Casanova, Der Patriot und Brothers Grimm reihen sich die Rüstungen, Rüschenhemden und Gehröcke nur so aneinander.Insgesamt eine gelungene Biographie, Ledger wird nicht zum Schauspielgott erhoben, und dennoch ist die verständliche Wehmut, dass diese außergewöhnliche Karriere nicht mehr weitergehen wird, immer wieder zu spüren. Brian J. Robb gelingt damit ein kleiner Balanceakt, und dabei ist das Buch auch noch recht unterhaltsam geschrieben. Viele große neue Fakten werden den Fans wahrscheinlich nicht geliefert, vieles ist halt die Sammlung von dem, was über die Jahre geschrieben wurde - aber immerhin gibt es eben jetzt diese Sammlung. Allerdings scheint das Buch ein bisschen mit der heißen Nadel gestrickt zu sein, besonders im hinteren Teil des Buches reihen sich die kleinen Fehler aneinander, viele davon solcher Art, dass ein umsichtiges Lektorat sie hätte bemerkten müssen. Das wird hoffentlich in einer eventuellen Auflage ausgemerzt werden.
Schade - Ich war bzw. bin ein riesen Fan von Heath Ledger. Für mich war es keine Frage, dieses Buch zu kaufen. Allerdings bin ich ein wenig enttäuscht. Inhaltlich ist das Buch schon recht gut, stellenweise zwar ein wenig durcheinander, aber sonst gut. Ich habe viel Neues erfahren.Aber es ist einfach peinlich, dass ein Buch soviele Fehler hat. In den Sätzen fehlen teilweise Wörter oder in Wörtern Buchstaben (wie kann man 2x bei Sündenträger das S vorne vergessen?). Das ist einfach eine riesen Frechheit. Ich habe das Buch noch nicht ganz durch, aber habe inzwischen ca. 10 Fehler gefunden. Das zeigt mir einfach, dass man lieber schnell als richtig gearbeitet hat. Was mich an dem Buch auch ein wenig stört: Die Zitate zwischendurch. Meistens sind die völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Sie werden wenig später im laufenden Text nochmal erwähnt, warum hat man diese Zitate dann nicht einfach an dieser Stelle hervorgehoben?Wie gesagt, ich habe den Eindruck, dass man schnell übersetzen wollte, damit man Geld machen kann.
Es gibt Menschen mit einer besonderen Ausstrahlungskraft - Heath Ledger war so einer. Der Hollywoodschauspieler starb am 22. Januar 2008 mit nur 28 Jahren und hatte bis dahin schon 16 Filme gedreht. Die Biographie von Brian J. Robb bewerte auch ich mit fünf Punkten, weil sie nicht reißerisch, sondern sehr behutsam mit dem Thema umgeht und uns umfassend und gewissenhaft über Heath Ledgers kurzes, aber sehr intensives Leben informiert.Heath war ein unbekannter australischer Schauspieler, der in den Serien Sweat und Roar mitspielte. Roar floppte, doch das hielt ihn nicht davon ab, nach Hollywood zu gehen und seine Karriere zu beginnen.Seine 16 Filme:Sweat (1996)Roar (1997)Two Hands (1999)10 Things I Hate About You (1999)The Patriot (2000)The Knights Tale (2001)Monsters Ball (2001)The Four Feathers (2002)Ned Kelly (2003)The Order (2003)Brothers Grimm (2005)Brokeback Mountain (2005)Dogtown Boys (2005)Casanova (2005)Candy (2006)I m Not There (2007)The Dark Night (2008)Heath war ein Mensch mit Charisma, der schon als junger Mann eine sehr männliche Ausstrahlung hatte. Sein Image als Teenie-Idol, das er mit dem Film 10 Things I Hate About You erlangte, wollte er so schnell wie möglich wieder ablegen, ihn interessierten ernste und anspruchsvolle Rollen. Nach der Rolle des Gabriel in Der Patriot an der Seite von Mel Gibson kam sein großer Durchbruch mit The Knights Tale (Ritter aus Leidenschaft), dieser kunterbunten Mischung aus Rockoper und Ritterspektakel: eine reizende Komödie. Zur Musik von Queen (We will rock you), War (Low Rider) und Bachman-Turner-Overdrive (Takin Care Of Business) haben Heath und Shannyn abgerockt! Er wollte mehr wie Sean Penn oder Johnny Depp sein, nicht wie Tom Cruise oder Brad Pitt. Es ging ihm um das Schauspielern, nicht um die Promotion. Vom Filmbusiness ließ er sich nicht verheizen, sondern blieb ihm immer kritisch gegenüber eingestellt. Das Angebot zu Spider Man hat er abgelehnt.Nicht erst in Brokeback Mountain hat sich Heath an schwierige Rollen herangewagt. Der Schwulenwestern von Ang Lee war eine sehr einsame Erfahrung für Heath, der hier bereit war, alles zu tun. Doch nicht jeder von Heaths Filmen war ein Erfolg: Four Feathers, ein historisches Drama, floppte und Ned Kelly, eine historische Saga, oder Dogtown Boys, ein Skateboard-Sportdrama waren auch nicht der Reißer. Erst Casanova war dann wieder ein größerer Erfolg und Heath hatte jede Menge Spaß bei diesem Dreh.Besonders in The Dark Night, der derzeit in den Kinos läuft, hat sich Heath in die Rolle des Bösen hineinversetzt, hat sie quasi in sich hineingesogen und der Autor vermutet, dass seine Seele womöglich Schaden daran genommen hat. Heath wollte, dass der psychopathische Joker sehr düster wird. Und das ist die Figur wohl geworden.Heath litt unter permanenter Schlaflosigkeit. Er besaß eine unkontrollierbare Energie, stand ständig unter Strom und konnte seine Gedanken nie abschalten. Angstzustände und Zweifel an seinen Fähigkeiten waren seine ständigen Begleiter. Dies führte zu einer Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die ihm von verschiedenen Ärzten unabhängig voneinander verordnet wurden. Am 22. Januar 2008 starb Heath Ledger an akuter Vergiftung durch die falsche Kombination von Medikamenten.
Schmerzliche Annäherung - Eigentlich bin ich immer sehr skeptisch bei Biographien die sehr schnell nach dem Tod einer Person auf den Markt kommen, aber hier scheint es die berühmte Ausnahme von der Regel zu sein. Robb nähert sich dem Menschen Heath Ledger auf ebenso eindringliche wie einfühlsame Art, genau wie dem Schauspieler Heath Ledger. Er weiss mit einer Unmenge an Fakten und detaillierten Daten zu überzeugen. Man hat nicht das Gefühl eine schnell dahin geschmierte Biographie zu lesen. Sie hat einen gewissen Tiefgang und bleibt trotzdem unterhaltsam. Ich denke Robb gelingt es nicht nur eingefleischte Fans von Heath Ledger zu begeistern, sondern auch so manchen der sich nur für das Leben eines viel zu früh verstorbenen und talentierten Schauspielers interessiert. Ich kann diese Biographie nur empfehlen! Wer natürlich mehr über Heath Ledger erfahren will, sollte es nicht versäumen sich den ein oder anderen seiner Filme anzusehen. Auch wird man überrascht sein wie unterschiedlich die Rollen bereits waren, was auf eine grosse Vielseitigkeit seinerseits hinweist. Eine Oscar Nominierung für eine der Hauptrollen in Brokeback Mountain spricht für sich.